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Pflege zu Hause

Checkliste: Pflege zu Hause organisieren

Eine strukturierte Checkliste für alle wichtigen Schritte, wenn ein Angehöriger zu Hause gepflegt werden soll.

2 Min. LesezeitAktualisiert am 12. Juli 2026

Wenn ein Angehöriger zu Hause gepflegt werden soll, gibt es viele Dinge gleichzeitig zu bedenken. Diese Checkliste bietet eine strukturierte Orientierung für die wichtigsten Schritte – zum Abhaken oder als Grundlage für ein Gespräch mit der Familie.

1. Gesundheitliche Situation klären

  • Ärztliche Einschätzung zur aktuellen Situation und Prognose einholen
  • Diagnosen, Medikationsplan und relevante Befunde zusammenstellen
  • Klären, ob Behandlungspflege (z. B. Wundversorgung, Medikamentengabe) nötig ist

2. Pflegegrad beantragen

  • Formlosen Antrag bei der Pflegekasse stellen
  • Pflegetagebuch über einige Tage führen
  • Sich auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst vorbereiten

3. Die akute Versorgung sichern

  • Prüfen, ob und wie oft ein ambulanter Pflegedienst benötigt wird
  • Benötigte Hilfsmittel identifizieren und beantragen (z. B. Pflegebett, Rollator)
  • Hausnotrufsystem in Betracht ziehen

4. Wohnraum anpassen

  • Wohnung auf Stolperfallen und Sicherheitsrisiken prüfen
  • Notwendige bauliche Anpassungen planen (z. B. barrierearme Dusche)
  • Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen

5. Finanzielle Ansprüche klären

  • Pflegegeld, Sachleistungen oder Kombinationsleistung prüfen
  • Entlastungsbetrag für Alltagshilfen nutzen
  • Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege als Entlastungsoptionen kennen

6. Die Familie einbeziehen

  • Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb der Familie klären
  • Regelmäßige Updates für entfernt lebende Angehörige einplanen
  • Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung prüfen bzw. aktualisieren

7. Netzwerk aufbauen

  • Ärzte, Therapeuten und Pflegedienst koordinieren
  • Ansprechpartner und Kontaktdaten zentral dokumentieren
  • Austausch mit anderen betroffenen Familien oder Selbsthilfegruppen suchen

8. Sich selbst nicht vergessen

  • Eigene Belastungsgrenzen realistisch einschätzen
  • Entlastungsangebote frühzeitig nutzen, statt bis zur Erschöpfung zu warten
  • Bei Bedarf professionelle Unterstützung bei der Organisation holen

Wie wir helfen

Statt diese Checkliste allein abzuarbeiten, erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Pflege-Fahrplan und übernehmen die konkrete Umsetzung. Mehr dazu auf unserer Seite Situationsanalyse & Pflege-Fahrplan.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klären Sie zuerst die gesundheitliche Situation und den Pflegegrad.
  • Sichern Sie die akute Versorgung, bevor Sie langfristig planen.
  • Prüfen Sie Wohnraumanpassung und finanzielle Ansprüche parallel.
  • Beziehen Sie die Familie aktiv ein und dokumentieren Sie Zuständigkeiten.
  • Vergessen Sie Ihre eigenen Belastungsgrenzen nicht.

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Unser Team begleitet Familien in der Lausitz und deutschlandweit bei der Organisation der Pflege – persönlich, unabhängig und verständlich.