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Pflege zu Hause

Wohnraumanpassung bei Pflegebedürftigkeit: Was möglich ist

Barrierearme Anpassungen erhöhen Sicherheit und Selbstständigkeit zu Hause. Ein Überblick über Maßnahmen und Zuschüsse.

2 Min. LesezeitAktualisiert am 02. Juli 2026

Viele Wohnungen sind nicht darauf ausgelegt, dass ihre Bewohner mit eingeschränkter Mobilität zurechtkommen. Schon einfache bauliche Anpassungen können Stürze verhindern und den Verbleib in den eigenen vier Wänden deutlich erleichtern.

Typische Maßnahmen der Wohnraumanpassung

Zu den häufigsten Maßnahmen zählen der Umbau der Dusche zu einer bodengleichen, barrierearmen Variante, das Entfernen von Türschwellen, der Einbau von Haltegriffen, eine verbesserte Beleuchtung, die Verbreiterung von Türen für Rollstuhl oder Rollator sowie in manchen Fällen der Einbau eines Treppenlifts.

Zuschuss der Pflegekasse

Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gewährt die Pflegekasse einen Zuschuss pro Maßnahme, sofern ein anerkannter Pflegegrad vorliegt und die Maßnahme die häusliche Pflege erst ermöglicht oder erheblich erleichtert. Leben mehrere pflegebedürftige Personen im selben Haushalt, kann der Zuschuss unter bestimmten Voraussetzungen auch mehrfach beantragt werden.

Der Ablauf der Antragstellung

Vor Beginn der Maßnahme sollte ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden – idealerweise mit einem Kostenvoranschlag und einer kurzen Begründung, warum die Maßnahme notwendig ist. Nach Genehmigung und Durchführung wird die Rechnung eingereicht.

Warum frühzeitige Planung wichtig ist

Wohnraumanpassungen brauchen Vorlauf – von der Antragstellung über die Handwerkersuche bis zur Umsetzung können mehrere Wochen vergehen. Wer erst reagiert, wenn ein Sturz bereits passiert ist, gerät oft unter unnötigen Zeitdruck. Vorausschauende Planung zahlt sich aus.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Nicht jede Anpassung erfordert einen großen Umbau. Rutschfeste Matten, ein zweiter Handlauf am Treppengeländer oder das Entfernen loser Teppiche sind kostengünstige Sofortmaßnahmen, die das Sturzrisiko spürbar senken.

Beratung vor Ort nutzen

Eine fachkundige Begehung der Wohnung – etwa durch eine Ergotherapeutin oder einen spezialisierten Berater – hilft, die individuell sinnvollsten Maßnahmen zu identifizieren, statt pauschal vorzugehen.

Wie wir helfen

Wir koordinieren Wohnraumanpassungen von der Beratung über die Antragstellung bis zur Umsetzung mit geeigneten Handwerksbetrieben. Mehr dazu auf unserer Seite Sanitätshaus, Hilfsmittel & Wohnraumanpassung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauliche Anpassungen erhöhen Sicherheit und Selbstständigkeit erheblich.
  • Die Pflegekasse bezuschusst wohnumfeldverbessernde Maßnahmen pro Maßnahme.
  • Stellen Sie den Antrag möglichst vor Beginn der Arbeiten.
  • Planen Sie frühzeitig, statt erst nach einem Sturz zu reagieren.
  • Auch kleine, günstige Maßnahmen können viel bewirken.

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Unser Team begleitet Familien in der Lausitz und deutschlandweit bei der Organisation der Pflege – persönlich, unabhängig und verständlich.